KEIN GLÜCK FÜR CHRISTOPH FISCHER BEI DER LEHRLINGS-EM

Veröffentlicht: Freitag, 13. August 2010 06:07
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Kein guter Boden war das Traber-Mekka Frankreich für den österreichischen Lehrlingschampion Christoph Fischer.Zwar lag es diesmal nicht an der Auslosung der Pferde, sondern mehr an deren Gangart bzw. den strengen Regeln im französichen Rennsport.

Von der Papierform her hatte der Zillertaler am Montag, 9.8. in Enghien zwei Top-Chancen zu fahren, denn beide Pferde waren am Totalisator stark beachtet.

Quelia de Brion aus dem Stall des Spitzenjockeys und -fahrers Mathieu Abbrivard sollte nach Anweisung ihres Trainers lange Zeit "verdeckt" gefahren werden. Beim  Versuch, nach dem Start an die Innenkante zu gelangen, sprang die (vom ihrem Trainer später als "zu leicht" bezeichnete) Stute jedoch Beginn des ersten Bogens ein und wurde disqualifiziert.

Besser sah im zweiten Lauf scheinbar die Performance von Rapide de Gerasino aus dem Stall von Traber-Globetrotter Anders Lindqvist aus. Aus Reihe 2 angetreten, steuerte Fischer den stehfähigen Hengst im Einlauf im Top-Speed auf Platz 4. Leider sah sich die Rennleitung zu einer Untersuchung veranlasst und nahm Rapide de Gerasino wegen mangelhafter Gangart auf den letzten 200 Metern aus der Wertung. Eine Entscheidung, die selbst von UET-Supervisor Dr. Peter Truzla erst nach Betrachtung der Spezialkamera, die dort den Bahnrichtern zur Verfügung steht, einigermaßen nachvollzogen werden konnte.

Magere 2 Punkte standen daher nach dem ersten Tag am Konto des jungen Tirolers, dessen Nervenkostüm damit schon einigermaßen angespannt schien.

Auf der wunderschön gelegenen Rennbahn von Cabourg an der Normandie-Küste stand Fischer am Dienstag, 10.8. abermals ein Mitfavorit zur Verfügung. Saphir de Cimes wurde von seinem Trainer Patrik Lemmonnier und seinem Umfeld sogar als "unschlagbar" angepriesen, der Hinweis auf die drei Diqualifikationen bei den letzten fünf Starts mit der Bemerkung abgetan, es habe sich dabei jeweils um Bänderstarts gehandelt. Leider zeigte sich der Vierjährige hinter dem Startauto dann mehr als unwillig und sprang bis zur Disqualifikation....

Mit sehr wenig Hoffnung ging Fischer somit in den letzten Lauf, der ihm einen 590:10-Außenseiter bescherte. Da das Pferd von seinem Besitzer als äußerst heikel und stark pullend bezeichnet wurde, riskierte er nichts und trug Oevre Francaise förmlich zu einem vierten Platz, der wenigstens einigermaßen für die Enttäuschungen in den ersten drei Läufen entschädigte.

Voll entschädigen konnte auch das Rahmenprogramm in Enghien und in der Normandie, bei dem u.a. auch die mustergültigen Gestüte bzw. Trainingsanstalten von Jean Pierre Viel, Tony de Beller und Paul Essartial besichtigt werden durften.

Endstand der Europameisterschaft der Lehrlingsfahrer 2010:

1. Francesco BENNASAR ADROVER (ESP)         45 Punkte
2. David DOBROVOLNY (CZE)                                 40
3. Heikki MIKKONEN (FIN)                                         38
4. Mario VAN DOOYEWEERD (NED)                      34
5. Hanna OLOFSON (SWE)                                       30
6. Ole Johan OESTRE (NOR)                                    28
7. Benoit CARPENTIER (FRA)                                  27
8. Tim SCHWARMA (GER)                                       22
9. Kasper K. ANDERSEN (DEN)                              22
10. Anton ROGOZHIN (RUS)                                     19
11. Lucas VAN DER MEERSCH (BEL)                  17
12. Christoph FISCHER (AUT)                                 12

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